Ästhetik

PRP-Behandlung in Berlin

Eigenblut für Haare und Hautqualität – mit einer ehrlichen Einordnung, was davon zu erwarten ist.

Bei einer PRP-Behandlung wird Ihnen Blut abgenommen, in der Zentrifuge aufbereitet und das plättchenreiche Plasma anschließend in Kopfhaut oder Haut eingebracht. Die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren sollen Regenerationsprozesse anstoßen. Eingesetzt wird das Verfahren vor allem unterstützend bei dünner werdendem Haar und zur Verbesserung der Hautqualität. Was es leisten kann und was nicht, besprechen wir vor der ersten Sitzung.

Was sagt die Studienlage?
  • Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
  • Aufbereitung in der Praxis, Anwendung beim eigenen Blut
  • Tauentzienstraße 2, direkt gegenüber vom KaDeWe

PRP auf einen Blick

PRP steht für plättchenreiches Plasma (englisch platelet-rich plasma). Aus einer normalen Blutentnahme wird durch Zentrifugieren der Anteil gewonnen, der besonders viele Blutplättchen enthält. Blutplättchen setzen Wachstumsfaktoren frei, die bei der Wundheilung eine Rolle spielen. Dieses Plasma wird unmittelbar danach in kleinen Portionen in das behandelte Areal eingebracht.

  • TerminBlutentnahme, Aufbereitung und Behandlung in einer Sitzung
  • Seriein der Regel mehrere Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen
  • Beurteilungfrühestens nach drei bis sechs Monaten

Wofür kommt PRP infrage – und wofür nicht?

  • Dünner werdendes Haar bei anlagebedingtem Haarausfall, Ursache abgeklärt

    Als ergänzende Maßnahme möglich – nicht anstelle der Abklärung und der etablierten Therapie. Haarausfall abklären

  • Fahle, müde Hautstruktur im Gesicht, am Hals oder Dekolleté

    Möglich, als Serie und mit realistischem Ziel: Struktur, nicht Volumen.

  • Feine Linien und Hautqualität in der Augenregion

    Zurückhaltend und in kleinen Mengen; Schwellungen sind in dieser Region häufiger.

  • Dunkle Augenringe

    Kommt auf die Ursache an. Liegt es an Pigment oder an einer Vertiefung, hilft PRP nicht. Tränenrinne und Augenringe

  • Ausgeprägte kahle Stellen ohne erkennbare Haarfollikel

    Nein. Wo keine Follikel mehr sind, kann auch PRP nichts anregen.

  • Ungeklärter Haarausfall, plötzlicher Beginn, Juckreiz oder Rötung der Kopfhaut

    Erst untersuchen, dann behandeln.

  • Blutgerinnungsstörungen, blutverdünnende Medikamente, akute Infektionen, Schwangerschaft und Stillzeit

    Keine Behandlung ohne genaue Abwägung – sprechen Sie uns darauf an.

Injektion von Eigenplasma in die Kopfhaut

Was die Studienlage hergibt

PRP ist kein Verfahren mit einheitlicher Empfehlung. Es gibt Untersuchungen, die bei anlagebedingtem Haarausfall eine Zunahme der Haardichte zeigen, und Untersuchungen, die keinen relevanten Unterschied finden. Der Grund für diese Spannweite liegt im Verfahren selbst: Aufbereitung, Konzentration, Menge, Zahl und Abstand der Sitzungen unterscheiden sich von Studie zu Studie erheblich – vergleichen lässt sich das nur begrenzt.

Daraus folgt für die Praxis: PRP ersetzt keine Ursachenabklärung und keine etablierte Therapie. Es kann eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn die Grundlagen stimmen – und es ist die falsche Entscheidung, wenn es das Erste ist, was jemand Ihnen bei Haarausfall anbietet.

Wir sagen Ihnen vor der ersten Sitzung, was wir für realistisch halten, und halten den Ausgangsbefund im Bild fest. Ohne Vergleich lässt sich später nicht beurteilen, ob sich etwas verändert hat.

Aufbereitung von plättchenreichem Plasma in der Praxis

Wie läuft eine PRP-Behandlung ab?

  1. Beratung und Befund

    Bei Haarausfall sehen wir zuerst Kopfhaut und Haare unter dem Auflichtmikroskop an und klären bei Bedarf Blutwerte ab. Bei Hautanliegen beurteilen wir Hautzustand und Erwartung. Anschließend besprechen wir, ob PRP passt.

  2. Blutentnahme

    Wie bei einer normalen Blutabnahme am Arm.

  3. Aufbereitung

    Das Blut wird in einem geschlossenen System zentrifugiert. Das plättchenreiche Plasma wird abgetrennt und unmittelbar danach verwendet.

  4. Anwendung

    Das Plasma wird mit sehr feinen Nadeln in vielen kleinen Depots eingebracht. Auf der Kopfhaut ist das kurz unangenehm; auf Wunsch kann vorher betäubt werden.

  5. Weitere Sitzungen und Kontrolle

    Üblich ist eine Serie mit mehreren Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen. Beurteilt wird nach drei bis sechs Monaten – im Vergleich zur Ausgangsdokumentation.

Nach der Behandlung

  • Die Einstichstellen können einige Stunden gerötet und druckempfindlich sein.
  • Am Behandlungstag kein Sport, keine Sauna, kein Solarium.
  • Die Kopfhaut am ersten Tag nicht kräftig massieren; Haare waschen ist am Folgetag wieder möglich.
  • Sonnenschutz im Gesicht, wenn die Haut behandelt wurde.
Blutentnahme am Arm zu Beginn einer PRP-Behandlung

Risiken und Grenzen

Häufig und vorübergehend
Rötung, Druckempfindlichkeit, Schwellung und kleine Blutergüsse an den Einstichstellen; auf der Kopfhaut manchmal ein Spannungsgefühl für ein bis zwei Tage.
Möglich
Kopfschmerzen nach der Behandlung der Kopfhaut, in der Augenregion vorübergehende Schwellungen.
Selten
Infektionen an der Einstichstelle, Kreislaufreaktionen bei der Blutentnahme.
Zur Verträglichkeit
Verwendet wird ausschließlich Ihr eigenes Blut, eine Abstoßungsreaktion gegen das Plasma ist daher nicht zu erwarten. Risikofrei ist die Behandlung deshalb nicht – jede Injektion bringt die üblichen Risiken einer Injektion mit sich.
Grenzen
PRP ist kein Ersatz für die Abklärung der Ursache, keine Behandlung bei vernarbendem Haarausfall und kein Verfahren, das Volumen aufbaut oder Falten füllt.

Was kostet eine PRP-Behandlung?

PRP ist eine Selbstzahlerleistung; abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die Preise enthalten die Mehrwertsteuer.

Wenn bei Ihnen zuerst die Ursache des Haarausfalls abgeklärt werden sollte, sagen wir das – und sparen Ihnen eine Serie, die ohne diese Grundlage wenig bringt.

  • Der Betrag

    hängt vom behandelten Areal ab – Kopfhaut, Gesicht oder mehrere Regionen.

  • Rechnen Sie in Serien

    Üblich sind mehrere Sitzungen; fragen Sie deshalb nach dem Gesamtbetrag.

  • Kostenvoranschlag

    vor der ersten Sitzung, nach der Beratung.

Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie

Ihre Hautärztin: Dr. med. Alena Bergmann

Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Sie wurde an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin weitergebildet und promoviert und führt seit 2022 ihre eigene Praxis in der Tauentzienstraße, direkt gegenüber vom KaDeWe. Bei Haarausfall beginnt sie mit der Diagnostik – PRP kommt, wenn überhaupt, danach.

  • Facharztprüfung Dermatologie2013
  • PromotionCharité – Universitätsmedizin Berlin
  • MitgliedschaftenBVDD, Berliner Dermatologische Gesellschaft

Medizinisch verantwortlich: Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
Letzte Aktualisierung: September 2026

Häufige Fragen zur PRP-Behandlung

Wie viele Sitzungen sind nötig?
In der Regel mehrere im Abstand von etwa vier Wochen, danach je nach Verlauf Auffrischungen. Eine einzelne Sitzung reicht für eine Beurteilung nicht aus.
Wann sieht man, ob es wirkt?
Frühestens nach drei bis sechs Monaten, und am ehesten im Vergleich mit der Ausgangsdokumentation. Beim Haar zeigt sich eine Veränderung eher daran, dass weniger ausfällt, als daran, dass sichtbar mehr nachwächst.
Tut die Behandlung weh?
Die Blutentnahme wie üblich; die vielen kleinen Einstiche auf der Kopfhaut empfinden manche als unangenehm. Auf Wunsch betäuben wir vorher.
Ist PRP verträglich, weil es körpereigen ist?
Eine Reaktion gegen das eigene Plasma ist nicht zu erwarten. Die Risiken einer Injektion – Bluterguss, Druckempfindlichkeit, selten eine Infektion – bleiben dieselben wie bei jeder anderen Spritze.
Hilft PRP sicher gegen Haarausfall?
Nein, sicher ist das nicht. Die Studienergebnisse sind uneinheitlich, und PRP ersetzt weder die Abklärung der Ursache noch eine wirksame Basistherapie. Als Ergänzung kann es sinnvoll sein.
Kann man PRP mit Microneedling kombinieren?
Das wird als „Vampir-Lifting“ angeboten. Ob die Kombination mehr bringt als die Einzelbehandlung, ist nicht eindeutig belegt – wir besprechen offen, was dafür und dagegen spricht. Zum Microneedling
Zahlt die Krankenkasse PRP?
Nein, es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung.
Kann ich PRP machen lassen, wenn ich blutverdünnende Medikamente nehme?
Das besprechen wir im Einzelfall. Setzen Sie solche Medikamente bitte nie eigenständig ab.

Beratung zur PRP-Behandlung in Berlin

Schreiben Sie uns per WhatsApp oder buchen Sie online. Wenn es um Haarausfall geht, beginnen wir mit der Untersuchung – erst danach entscheidet sich, ob PRP für Sie sinnvoll ist.

Tauentzienstraße 210789 Berlin

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  • AdresseHautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann
    Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin – direkt gegenüber vom KaDeWe
    Route in Google Maps
  • AnfahrtU-Bahnhof Wittenbergplatz (U1, U2, U3) in wenigen Gehminuten, Busse M19, M29 und M46
  • SprachenBeratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine PRP-Behandlung für Sie geeignet ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.