Dermatologie

Haarausfall in Berlin

Erst die Ursache klären, dann behandeln – in der Hautarztpraxis am KaDeWe.

Haare werden dünner, der Scheitel breiter, im Abfluss bleibt mehr liegen als früher: Hinter Haarausfall stecken sehr unterschiedliche Ursachen, und sie brauchen unterschiedliche Behandlungen. Deshalb sehen wir uns Kopfhaut und Haaransatz zuerst unter dem Auflichtmikroskop an und klären bei Bedarf Blutwerte ab. Erst danach reden wir über Therapie – und sagen Ihnen auch, wenn eine Behandlung wenig bringt.

Wann sollte man damit zum Arzt?
  • Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
  • Tauentzienstraße 2, direkt gegenüber vom KaDeWe
  • Beratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Haarausfall auf einen Blick

Rund 70 bis 100 Haare am Tag zu verlieren, ist normal – Haare wachsen in Zyklen und werden laufend ersetzt. Von Haarausfall spricht man, wenn über Wochen deutlich mehr ausfällt, kahle Stellen entstehen oder die Haardichte sichtbar abnimmt. Welche Form vorliegt, lässt sich meist schon an Muster und Kopfhautbefund erkennen.

  • UntersuchungKopfhaut und Haarwurzeln unter dem Auflichtmikroskop
  • LaborBlutwerte, wenn der Befund dafür spricht
  • VerlaufBeurteilung nach drei bis sechs Monaten

Welche Form von Haarausfall haben Sie?

Das Muster verrät viel: Wo die Haare dünner werden, wie schnell es passiert und ob die Kopfhaut mitreagiert.

  • Bei Männern Geheimratsecken und eine lichter werdende Stelle am Oberkopf; bei Frauen ein breiter werdender Scheitel bei erhaltener Stirnhaargrenze

    Anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie), die häufigste Form. Behandelbar, aber nur solange behandelt wird.

  • Überall gleichmäßig mehr Haarverlust, oft zwei bis drei Monate nach Infekt, Operation, Geburt, Diät oder starker Belastung

    Diffuser Haarausfall (telogenes Effluvium). Wächst meist nach, wenn die Ursache behoben ist.

  • Scharf begrenzte, runde kahle Stellen, teils auch am Bart oder an den Augenbrauen

    Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata), eine Autoimmunreaktion. Eigene Therapiewege, in schweren Fällen auch Tabletten.

  • Gerötete, juckende oder brennende Kopfhaut, Schuppung, glänzende Stellen ohne sichtbare Haarkanäle

    Möglicherweise eine vernarbende Form. Hier zählt jede Woche, denn zerstörte Haarwurzeln wachsen nicht nach. Bitte zeitnah abklären.

  • Haarverlust an Stellen, an denen die Frisur zieht – Zopf, Dutt, Extensions

    Zugbedingter Haarausfall (Traktionsalopezie). Früh erkannt meist rückbildungsfähig.

  • Haare gehen aus, dazu Schuppen, Rötung, Pusteln

    Eine Erkrankung der Kopfhaut, die zuerst behandelt wird – nicht das Haar selbst.

Eine sichere Zuordnung ist ohne Untersuchung nicht möglich; mehrere Formen können auch gleichzeitig vorliegen.

Frau hebt ihr Haar an und zeigt Haaransatz und Kopfhaut am Scheitel

Wann sollten Sie mit Haarausfall zur Hautärztin?

Zuständig für Haare und Kopfhaut ist die Dermatologie. Sinnvoll ist ein Termin, wenn:

  • über mehrere Wochen deutlich mehr Haare ausfallen als sonst,
  • kahle Stellen entstehen oder der Scheitel sichtbar breiter wird,
  • die Kopfhaut juckt, brennt, schuppt oder gerötet ist,
  • der Haarausfall plötzlich begonnen hat oder nach einem neuen Medikament auftrat,
  • Sie zusätzlich müde sind, frieren oder Zyklusveränderungen bemerken.

Bei Verdacht auf eine vernarbende Form sollten Sie nicht abwarten: Diese Haarwurzeln lassen sich nicht zurückholen, der Prozess aber oft aufhalten. Bei allen anderen Formen gilt: Je früher die Ursache klar ist, desto weniger Zeit geht mit Mitteln verloren, die nicht passen.

Wann ein Besuch beim Hautarzt sinnvoll ist – ausführlich im Blog

Haarbürste mit vielen ausgefallenen Haaren in Nahaufnahme

Wie wir Haarausfall untersuchen

  1. Gespräch

    Seit wann fallen die Haare aus, wie schnell, wo zuerst? Dazu Fragen nach Vorerkrankungen, Medikamenten, Ernährung, familiärer Veranlagung und – bei Frauen – nach Zyklus, Schwangerschaft oder Wechseljahren.

  2. Kopfhaut und Haare unter dem Auflichtmikroskop

    Die Trichoskopie zeigt, was mit bloßem Auge nicht sichtbar ist: ob Haare unterschiedlich dick werden, ob Haarkanäle noch vorhanden sind, ob die Kopfhaut entzündet ist. Dazu prüfen wir mit einem sanften Zugtest, wie fest die Haare sitzen.

  3. Dokumentation

    Auf Wunsch halten wir den Ausgangsbefund im Bild fest. Beim nächsten Termin vergleichen wir – Haardichte lässt sich aus der Erinnerung kaum beurteilen.

  4. Blutwerte, wenn der Befund dafür spricht

    Infrage kommen zum Beispiel Eisenspeicher, Schilddrüsenwerte, Vitamin D, bei Frauen je nach Situation auch Hormonwerte. Wir untersuchen gezielt, nicht alles auf Verdacht.

  5. Befund und Plan

    Sie erfahren, welche Form vorliegt, was sich behandeln lässt, was Zeit braucht – und was voraussichtlich nichts bringt.

Brauche ich eine Haarwurzelanalyse?

Das klassische Trichogramm – ausgezupfte Haare unter dem Mikroskop – ist heute selten nötig. Die Trichoskopie liefert in den meisten Fällen dieselbe Information, ohne Haare zu ziehen. Bei Verdacht auf eine vernarbende Form kann stattdessen eine kleine Gewebeprobe der Kopfhaut sinnvoll sein.

Blutentnahme am Arm für die Bestimmung von Blutwerten

Welche Behandlungen gibt es – und was leisten sie?

Es gibt kein Mittel, das bei jeder Form hilft. Was infrage kommt, hängt vom Befund ab.

Die Ursache behandeln
Ein Eisenmangel, eine Schilddrüsenstörung oder ein Medikament, das Haarausfall auslöst – wird das behoben, erholt sich das Haar oft von selbst. Das ist der wirksamste und zugleich am häufigsten übersehene Schritt.
Äußerliche Therapie
Bei anlagebedingtem Haarausfall ist eine Minoxidil-Lösung aus der Apotheke die am besten untersuchte Option. Sie wirkt, solange sie angewendet wird; nach dem Absetzen geht der Verlauf weiter. In den ersten Wochen können vorübergehend mehr Haare ausfallen – das ist kein Versagen, sondern Teil der Umstellung. Ob es wirkt, zeigt sich nach drei bis sechs Monaten.
Tabletten
Für Männer gibt es ein verschreibungspflichtiges Medikament aus der Gruppe der 5-Alpha-Reduktase-Hemmer. Nutzen, mögliche Nebenwirkungen und Alternativen besprechen wir persönlich; für Frauen im gebärfähigen Alter kommt es nicht infrage. Bei Frauen kann je nach Hormonbefund eine andere medikamentöse Behandlung sinnvoll sein.
Kreisrunder Haarausfall
Hier wird nicht das Haar, sondern die Immunreaktion behandelt: äußerlich oder örtlich eingesetzte Kortikosteroide, bei ausgedehnten Formen eine Kontaktsensibilisierung. Für schwere Verläufe sind inzwischen Tabletten aus der Gruppe der JAK-Hemmer zugelassen; seit 2026 gibt es dazu eine eigene S3-Leitlinie. Gut zu wissen: Bei einem Teil der Betroffenen wachsen die Haare auch ohne Behandlung innerhalb eines Jahres nach.
PRP (Eigenblut)
Bei anlagebedingtem Haarausfall wird körpereigenes Blutplasma in die Kopfhaut eingebracht. Die Studienlage ist uneinheitlich, ein Standardverfahren ist es nicht; als ergänzende Selbstzahlerleistung kann es sinnvoll sein. Mehr zur PRP-Behandlung
Nahrungsergänzung
Nur bei nachgewiesenem Mangel. „Haarvitamine“ ohne Mangel verbessern die Haardichte nicht – das Geld ist in einer Diagnostik besser angelegt.
Was wir nicht anbieten
Haartransplantationen. Ob ein Eingriff überhaupt sinnvoll ist, hängt vom Befund ab – und davon, ob der Haarausfall vorher zum Stillstand gebracht wurde. Darüber beraten wir ergebnisoffen.
Scheitel und Kopfhaut – Verlaufskontrolle bei Haarausfall

Was Sie realistisch erwarten können

Haare wachsen etwa einen Zentimeter im Monat. Selbst wenn eine Behandlung anschlägt, sieht man das frühestens nach drei, meist erst nach sechs Monaten – und zuerst daran, dass weniger ausfällt, nicht daran, dass mehr nachwächst.

Bei anlagebedingtem Haarausfall ist das Ziel in der Regel, den Verlauf aufzuhalten und die vorhandene Dichte zu erhalten. Wird die Behandlung beendet, setzt sich der ursprüngliche Verlauf fort. Wer das vorher weiß, ist hinterher seltener enttäuscht.

Was kostet die Abklärung?

Die Untersuchung von Haaren und Kopfhaut gehört zur dermatologischen Sprechstunde. Was davon Ihre Krankenversicherung übernimmt und was Selbstzahlerleistung ist, hängt von Befund und Versicherung ab – wir sagen es Ihnen vor der Untersuchung, nicht danach.

  • Selbstzahlerleistungen

    etwa eine digitale Verlaufsdokumentation oder eine PRP-Behandlung – vereinbaren wir vorher schriftlich; den Betrag kennen Sie also im Voraus.

  • Laborwerte

    ordnen wir gezielt an. Welche Kosten dabei auf Sie zukommen können, besprechen wir vorab.

  • Rezeptpflichtige Medikamente

    werden über die Apotheke abgerechnet; bei kosmetisch begründeter Anwendung tragen Sie die Kosten selbst.

Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie

Ihre Hautärztin: Dr. med. Alena Bergmann

Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Sie wurde an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin weitergebildet und promoviert und führt seit 2022 ihre eigene Praxis in der Tauentzienstraße, direkt gegenüber vom KaDeWe. Haare und Kopfhaut gehören zum dermatologischen Alltag – von der Schuppenflechte am Haaransatz bis zum kreisrunden Haarausfall.

  • Facharztprüfung Dermatologie2013
  • PromotionCharité – Universitätsmedizin Berlin
  • MitgliedschaftenBVDD, Berliner Dermatologische Gesellschaft

Medizinisch verantwortlich: Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
Letzte Aktualisierung: September 2026

Häufige Fragen zu Haarausfall

Wie viele Haare am Tag sind normal?
Etwa 70 bis 100. Entscheidend ist weniger die genaue Zahl als die Veränderung: deutlich mehr als sonst, über Wochen, oder sichtbar dünner werdendes Haar.
Welcher Arzt ist bei Haarausfall zuständig?
Die Dermatologie. Haare und Kopfhaut sind Teil des Fachgebiets; hier wird untersucht, welche Form vorliegt, und bei Bedarf weiterführende Diagnostik veranlasst.
Kann Stress Haarausfall auslösen?
Ja, starke körperliche oder seelische Belastung kann einen diffusen Haarausfall auslösen. Typisch ist, dass er erst zwei bis drei Monate nach dem Ereignis auffällt – und dass er nach Abklingen der Ursache meist wieder aufhört.
Wächst das Haar nach kreisrundem Haarausfall wieder nach?
Häufig ja. Bei einem Teil der Betroffenen wachsen die Haare innerhalb eines Jahres von selbst nach, Rückfälle sind allerdings möglich. Bei ausgedehnten oder langdauernden Verläufen gibt es Behandlungen bis hin zu zugelassenen Tabletten.
Hilft PRP gegen Haarausfall?
Die Ergebnisse aus Studien sind uneinheitlich, und PRP ersetzt keine ursächliche Behandlung. Als ergänzende Maßnahme bei anlagebedingtem Haarausfall kann es infrage kommen – wir sagen Ihnen offen, was davon zu erwarten ist.
Bringen Haarvitamine etwas?
Nur, wenn tatsächlich ein Mangel besteht. Ohne nachgewiesenen Mangel verbessern Präparate die Haardichte nicht. Deshalb steht bei uns die Untersuchung vor dem Präparat.
Zahlt die Krankenkasse die Behandlung von Haarausfall?
Die Abklärung einer Erkrankung und rein kosmetisch begründete Behandlungen werden unterschiedlich behandelt. Was in Ihrem Fall gilt, klären wir vor der Untersuchung – Selbstzahlerleistungen vereinbaren wir vorher schriftlich.
Wie schnell sieht man, ob eine Behandlung wirkt?
Nach drei bis sechs Monaten. Zuerst fällt weniger aus, später wird die Dichte besser beurteilbar. Fotos vom Ausgangsbefund helfen dabei mehr als das eigene Gefühl im Bad.

Termin bei Haarausfall in Berlin

Buchen Sie online oder rufen Sie an. Bringen Sie, wenn vorhanden, frühere Laborbefunde und eine Liste Ihrer Medikamente mit – das spart einen zweiten Termin.

Tauentzienstraße 210789 Berlin

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

  • AdresseHautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann
    Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin – direkt gegenüber vom KaDeWe
    Route in Google Maps
  • AnfahrtU-Bahnhof Wittenbergplatz (U1, U2, U3) in wenigen Gehminuten, Busse M19, M29 und M46; kurze Wege aus Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg
  • SprachenBeratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Deutsche Dermatologische Gesellschaft u. a.: S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Alopecia areata“, AWMF-Registernummer 013-104, 2026. Bundesministerium für Gesundheit: Anlagebedingter Haarausfall, gesund.bund.de.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Welche Form von Haarausfall vorliegt und was dagegen hilft, wird individuell nach einer Untersuchung beurteilt.