Allergologie

Hyposensibilisierung in Berlin

Die Behandlung, die bei der Ursache von Heuschnupfen und Hausstauballergie ansetzt.

Antihistaminika lindern die Beschwerden – eine Hyposensibilisierung setzt beim Immunsystem an: Über Jahre wird es schrittweise an den Auslöser gewöhnt. Das braucht Geduld, kann Beschwerden und Medikamentenbedarf aber langfristig senken.

  • Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
  • Tauentzienstraße 2, direkt gegenüber vom KaDeWe
  • Beratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Hyposensibilisierung auf einen Blick

Die Hyposensibilisierung, fachlich Allergen-Immuntherapie, gilt als einzige Behandlung, die an der Ursache einer Allergie vom Soforttyp ansetzt. Das Allergen wird über etwa drei Jahre regelmäßig verabreicht – als Spritze oder als Tablette bzw. Tropfen unter die Zunge. Eingesetzt wird sie vor allem bei Allergien gegen Pollen und Hausstaubmilben; auch bei Insektengiftallergie ist sie etabliert.

  • Dauerin der Regel 3 Jahre
  • FormenSpritze oder Tablette/Tropfen
  • Bei gesicherter Indikationin der Regel Leistung Ihrer Krankenversicherung

Für wen ist eine Hyposensibilisierung sinnvoll?

Gute Voraussetzungen

  • Test und Beschwerden passen eindeutig zu einem Allergen.
  • Medikamente helfen nicht ausreichend oder wären dauerhaft nötig.
  • Heuschnupfen droht sich auf die Bronchien auszuweiten.
  • Sie können sich auf drei Jahre regelmäßige Behandlung einlassen.

Wann wir abwägen oder abraten

  • Asthma, das nicht gut eingestellt ist
  • bestimmte Herz-Kreislauf-, Autoimmun- oder Tumorerkrankungen
  • Beginn während einer Schwangerschaft (eine laufende Behandlung kann oft fortgeführt werden)
  • Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Betablocker – das prüfen wir vorab

Spritze oder Tablette?

Einzelne Spritze mit Kanüle liegt auf einem hellen Tisch, warm beleuchteter Wohnraum im Hintergrund

Spritze (subkutan)

Anfangs wird die Dosis in kurzen Abständen gesteigert, danach folgt eine Spritze etwa alle vier bis sechs Wochen. Nach jeder Spritze bleiben Sie zur Sicherheit 30 Minuten in der Praxis.

Hand hält eine Pipette mit braunem Tropfen über einer Flasche, daneben ein Blister mit Tabletten

Tablette oder Tropfen (sublingual)

Täglich zu Hause unter die Zunge. Die erste Dosis nehmen Sie unter ärztlicher Aufsicht in der Praxis ein; danach folgen regelmäßige Kontrolltermine.

Welche Form sinnvoll ist, hängt vom Allergen, vom verfügbaren Präparat und von Ihrem Alltag ab.

Wann beginnen – und wie lange dauert es?

  1. Diagnose sichern

    Pricktest oder Bluttest und Vorgeschichte müssen zusammenpassen.

  2. Präparat und Form wählen

    gemeinsam, nach Allergen und Alltag.

  3. Rechtzeitig starten

    bei Pollenallergien meist mehrere Monate vor der Saison; der genaue Zeitpunkt hängt vom Präparat ab.

  4. Dranbleiben

    in der Regel drei Jahre. Erste Effekte zeigen sich häufig in der ersten oder zweiten Saison.

  5. Kontrollieren

    regelmäßig Wirkung und Verträglichkeit überprüfen.

Ein aufgestellter Tischkalender mit leerem Monatsraster neben einer Vase mit getrockneten Gräsern

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Häufig sind Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle – bei Tabletten und Tropfen Kribbeln oder Juckreiz im Mund. Selten kommt es zu Reaktionen am ganzen Körper. Deshalb gibt es die Beobachtungszeit nach jeder Spritze und die erste Einnahme von Tablette oder Tropfen in der Praxis.

Was kostet eine Hyposensibilisierung?

Ist die Indikation gesichert, übernimmt die Krankenversicherung die Kosten in der Regel. Für das Präparat kann eine Zuzahlung anfallen.

Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie

Ihre Allergologin: Dr. med. Alena Bergmann

Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Sie wurde an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin weitergebildet und promoviert. Seit 2022 führt sie ihre eigene Praxis in der Tauentzienstraße, direkt gegenüber vom KaDeWe.

  • Facharztprüfung Dermatologie2013
  • PromotionCharité – Universitätsmedizin Berlin
  • SprachenDeutsch, Englisch, Russisch
Mehr über Dr. Bergmann und das Praxisteam

Medizinisch verantwortlich: Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
Letzte Aktualisierung: September 2026

Häufige Fragen zur Hyposensibilisierung

Wie wirksam ist eine Hyposensibilisierung?
Bei passender Indikation kann sie Beschwerden und Medikamentenbedarf deutlich senken, und die Wirkung hält häufig über das Ende der Behandlung hinaus an. Wie gut sie im Einzelfall wirkt, lässt sich vorher nicht sicher sagen.
Kann man während der Pollensaison beginnen?
Meist beginnt man mehrere Monate vor der Saison. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Präparat ab – wir planen ihn mit Ihnen.
Darf ich nach der Spritze Sport machen?
Am Tag der Spritze sollten Sie auf Sport, Sauna und Alkohol verzichten.
Was passiert, wenn ich eine Spritze verpasse?
Melden Sie sich einfach bei uns. Je nach Abstand passen wir die nächste Dosis an.
Bin ich nach drei Jahren geheilt?
Die Allergie verschwindet meist nicht vollständig. Die Reaktion des Immunsystems kann aber langfristig deutlich abgeschwächt bleiben.

Hyposensibilisierung besprechen

Vereinbaren Sie einen Termin – wir prüfen, ob eine Hyposensibilisierung für Sie infrage kommt und wann der richtige Startzeitpunkt ist.

Telefon: 030 44714860 Hautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin – direkt gegenüber vom KaDeWe U-Bahnhof Wittenbergplatz (U1, U2, U3) in wenigen Gehminuten; kurze Wege aus Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg Route in Google Maps

Quelle: DGAKI u. a.: S2k-Leitlinie „Allergen-Immuntherapie bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen“, AWMF-Register-Nr. 061-004, Stand 2022.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Welche Behandlung für Sie geeignet ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.

Tauentzienstraße 210789 Berlin

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