Hautkrebsscreening in Berlin: Ablauf, Kosten und der richtige Zeitpunkt
Inhaltsverzeichnis
- Hautkrebsscreening in Berlin: Ablauf, Kosten und der richtige Zeitpunkt
- Was ist ein Hautkrebsscreening?
- Ab wann und wie oft ist ein Hautkrebsscreening sinnvoll?
- Wie läuft ein Hautkrebsscreening ab? Schritt für Schritt
- Wie Sie sich auf den Termin vorbereiten
- Was kostet ein Hautkrebsscreening?
- Welche Hautkrebsarten werden beim Screening gesucht?
- Häufige Missverständnisse rund um die Hautkrebsvorsorge
- Selbstkontrolle zwischen den Terminen: die ABCDE-Regel
- Was ein Screening leisten kann – und was nicht
- Häufig gestellte Fragen
- Hautkrebsscreening in unserer Praxis in Berlin
- Wichtiger rechtlicher Hinweis

Hautkrebsscreening in Berlin: Ablauf, Kosten und der richtige Zeitpunkt
Hautkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen – gleichzeitig sind viele Formen bei frühzeitiger Erkennung sehr gut behandelbar. Genau hier setzt das Hautkrebsscreening an: eine strukturierte Untersuchung der gesamten Haut, die Veränderungen sichtbar machen soll, bevor sie Beschwerden verursachen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Untersuchung in einer dermatologischen Praxis tatsächlich abläuft, wann ein Screening sinnvoll ist, welche Kosten in unserer Praxis entstehen und wie Sie sich auf den Termin vorbereiten können.
Was ist ein Hautkrebsscreening?
Das Hautkrebsscreening – auch Hautkrebsvorsorge oder Hautscreening genannt – ist eine systematische Ganzkörperuntersuchung der Haut durch eine Fachärztin oder einen Facharzt. Ziel ist die Früherkennung der drei häufigsten Hautkrebsformen: des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs), des Basalzellkarzinoms und des Plattenepithelkarzinoms (beide werden als weißer Hautkrebs (Non-Melanoma Skin Cancer, NMSC) bezeichnet).
Die Untersuchung ist schmerzfrei, kommt ohne Eingriff aus und liefert in den meisten Fällen direkt im Anschluss eine erste ärztliche Einschätzung. In unserer Praxis wird das Hautkrebsscreening mit einem KI-gestützten FotoFinder-System durchgeführt.
Ab wann und wie oft ist ein Hautkrebsscreening sinnvoll?
Die kurze Antwort: Ein Hautkrebsscreening kann grundsätzlich in jedem Alter sinnvoll sein – besonders dann, wenn auffällige Hautveränderungen, viele Muttermale oder individuelle Risikofaktoren bestehen. Wie häufig eine Kontrolle empfohlen wird, hängt von Hauttyp, persönlicher Vorgeschichte, familiärer Belastung und dem ärztlichen Befund ab.
In unserer Praxis wird das Hautkrebsscreening individuell beurteilt und ausschließlich als Selbstzahlerleistung angeboten. Bei erhöhtem Risiko oder kontrollbedürftigen Hautveränderungen können kürzere Kontrollintervalle sinnvoll sein; bei unauffälligem Befund kann ein längerer Abstand ausreichend sein.
Ein zeitnaher Termin ist besonders sinnvoll, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft:
- sehr helle, sonnenempfindliche Haut oder zahlreiche Muttermale
- Hautkrebsfälle in der Familie oder eine eigene Hautkrebsvorgeschichte
- häufige Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit
- regelmäßige Solariennutzung oder berufliche UV-Belastung (z. B. Außenarbeit)
- ein Muttermal, das sich verändert, juckt, blutet oder neu entstanden ist
Wie läuft ein Hautkrebsscreening ab? Schritt für Schritt
Die kurze Antwort: Das Screening besteht aus einem Anamnesegespräch, der Inspektion der gesamten Hautoberfläche von der Kopfhaut bis zu den Fußsohlen und – bei auffälligen Stellen – der genaueren Beurteilung mit Dermatoskopie und KI-gestütztem FotoFinder-System. Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten.
Viele Patientinnen und Patienten kommen mit einer gewissen Unsicherheit zum ersten Screening, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Deshalb hier der Ablauf, wie er in der dermatologischen Praxis tatsächlich stattfindet:
- Anamnesegespräch: Zunächst werden Risikofaktoren erfragt – etwa Hauttyp, Sonnenbrände in der Vergangenheit, familiäre Vorbelastung und Hautveränderungen, die Ihnen selbst aufgefallen sind. Eigene Beobachtungen sind hier ausdrücklich willkommen.
- Untersuchung der gesamten Haut: Sie entkleiden sich bis auf die Unterwäsche. Untersucht wird die komplette Hautoberfläche – einschließlich Kopfhaut, Ohren, Mundschleimhaut, Nägel, Zehenzwischenräume, Fußsohlen und Intimregion. Gerade an diesen weniger sichtbaren Stellen können Hautveränderungen lange unbemerkt bleiben.
- Dermatoskopie und FotoFinder-Dokumentation: Auffällige Pigmentmale werden vergrößert betrachtet und können mit dem KI-gestützten FotoFinder-System dokumentiert und beurteilt werden. So lassen sich Strukturen erkennen, die mit bloßem Auge nicht zuverlässig sichtbar sind.
- Befundbesprechung: Im Anschluss erläutert die Ärztin den Befund. In den meisten Fällen ergibt sich kein Handlungsbedarf. Bei kontrollbedürftigen Malen wird ein Verlaufstermin vereinbart; bei abklärungsbedürftigen Befunden wird das weitere Vorgehen – etwa eine Gewebeentnahme – in Ruhe besprochen.
Wie Sie sich auf den Termin vorbereiten
Eine kleine Vorbereitung erleichtert die Untersuchung spürbar – ein Punkt, der vor dem ersten Termin selten erklärt wird:
- Nagellack entfernen: Auch unter Finger- und Fußnägeln kann Hautkrebs entstehen; lackierte Nägel lassen sich nicht beurteilen.
- Auf Make-up möglichst verzichten, damit die Gesichtshaut vollständig einsehbar ist.
- Aufwendige Frisuren vermeiden bzw. Zöpfe lösen, damit die Kopfhaut untersucht werden kann.
- Eigene Beobachtungen notieren: Welche Stelle hat sich verändert? Seit wann? Juckt oder blutet sie? Solche Angaben sind für die Einordnung wertvoll.
Was kostet ein Hautkrebsscreening?
Die kurze Antwort: In unserer Praxis bieten wir das Hautkrebsscreening ausschließlich als Selbstzahlerleistung zum Preis von 150 € an. Privatversicherte rechnen die Untersuchung nach GOÄ ab; private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in der Regel je nach Tarif.
Im Überblick:
| Situation | Kosten / Abrechnung |
|---|---|
| Selbstzahler | Hautkrebsscreening zum Festpreis von 150 € |
| Privat versichert | Abrechnung nach GOÄ; Erstattung in der Regel je nach Tarif der privaten Krankenversicherung |
Die Untersuchung wird vor Ort transparent besprochen. So wissen Sie vorab, welche Leistung durchgeführt wird und welche Kosten entstehen.
Welche Hautkrebsarten werden beim Screening gesucht?
Das Screening zielt auf drei Tumorarten, die sich in Erscheinung und Verlauf deutlich unterscheiden. Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom gehören zum weißen Hautkrebs (Non-Melanoma Skin Cancer, NMSC).
- Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs): Entsteht aus pigmentbildenden Zellen, oft als neues oder sich veränderndes dunkles Mal. Das Melanom ist die gefährlichste Form, weil es früh Absiedlungen bilden kann – die Früherkennung hat hier den größten Stellenwert.
- Basalzellkarzinom: Die häufigste Hautkrebsform überhaupt. Es wächst meist langsam und örtlich, bildet praktisch nie Metastasen, kann unbehandelt aber umliegendes Gewebe zerstören. Typisch sind glänzende Knötchen oder nicht heilende Stellen an sonnenexponierten Arealen wie Gesicht und Kopfhaut.
- Plattenepithelkarzinom: Entsteht häufig auf dem Boden chronischer Lichtschäden (aktinische Keratosen), oft als raue, schuppende oder verhornte Stelle. Auch hier verbessert eine frühe Erkennung die Behandlungsmöglichkeiten erheblich.
Häufige Missverständnisse rund um die Hautkrebsvorsorge
In der Sprechstunde begegnen uns immer wieder dieselben Fehlannahmen – einige davon können dazu führen, dass Hautveränderungen zu spät abgeklärt werden:
- „Ich habe kaum Muttermale, also betrifft mich das nicht.“ Weißer Hautkrebs (Non-Melanoma Skin Cancer, NMSC) entsteht unabhängig von Muttermalen, und auch ein Melanom kann auf zuvor unauffälliger Haut neu entstehen.
- „Vorbräunen im Solarium schützt die Haut.“ Das Gegenteil ist der Fall: Künstliche UV-Strahlung erhöht das Hautkrebsrisiko zusätzlich.
- „Dunklere Haut bekommt keinen Hautkrebs.“ Das Risiko ist geringer, aber nicht null – und Befunde an Handflächen, Fußsohlen oder Nägeln werden bei dunkleren Hauttypen häufiger spät erkannt.
- „Wenn ein Mal nicht wehtut, ist es harmlos.“ Hautkrebs verursacht in frühen Stadien meist keinerlei Beschwerden. Gerade deshalb ist die regelmäßige Inspektion so wichtig.
- „Das Screening ersetzt den Sonnenschutz.“ Früherkennung und Prävention sind zwei verschiedene Dinge: Das Screening erkennt Veränderungen, UV-Schutz verhindert sie mit.
Selbstkontrolle zwischen den Terminen: die ABCDE-Regel
Zwischen den Screening-Intervallen lohnt sich ein regelmäßiger eigener Blick auf die Haut. Eine bewährte Orientierung für Pigmentmale ist die ABCDE-Regel:
- A – Asymmetrie: Das Mal ist ungleichmäßig geformt.
- B – Begrenzung: Der Rand ist unscharf, ausgefranst oder unregelmäßig.
- C – Colour (Farbe): Mehrere Farbtöne innerhalb eines Mals.
- D – Durchmesser: Größer als etwa 5 Millimeter oder deutlich wachsend.
- E – Evolution (Entwicklung): Das Mal verändert sich – in Größe, Form, Farbe – oder beginnt zu jucken oder zu bluten.
Trifft eines oder mehrere dieser Kriterien zu, ist das kein Grund zur Panik – aber ein guter Grund, die Stelle zeitnah fachärztlich beurteilen zu lassen, ohne auf den nächsten regulären Vorsorgetermin zu warten.
Was ein Screening leisten kann – und was nicht
Zu einer ehrlichen Aufklärung gehört auch dieser Punkt: Kein Screening bietet eine vollständige Sicherheit. Hautveränderungen können sich auch zwischen zwei Untersuchungen entwickeln, und nicht jede auffällige Stelle ist bösartig – ebenso wie nicht jeder bösartige Befund auf den ersten Blick auffällig wirkt. Genau deshalb gilt das Zusammenspiel aus drei Bausteinen als sinnvollster Ansatz: regelmäßige fachärztliche Untersuchung, aufmerksame Selbstbeobachtung und konsequenter UV-Schutz im Alltag.
Bei unklaren Befunden wird in der Regel nicht sofort operiert, sondern zunächst dokumentiert und kontrolliert oder – wenn nötig – eine kleine Gewebeprobe entnommen und histologisch untersucht. Welches Vorgehen angemessen ist, wird immer individuell entschieden.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein Hautkrebsscreening?
In der Regel etwa 15 bis 30 Minuten – abhängig davon, wie viele Pigmentmale zu beurteilen sind und ob ein ausführlicheres Anamnesegespräch nötig ist. Bei sehr vielen Muttermalen kann die Untersuchung etwas länger dauern.
Ab welchem Alter ist ein Hautkrebsscreening sinnvoll?
Ein Hautkrebsscreening kann grundsätzlich in jedem Alter sinnvoll sein, wenn auffällige Hautveränderungen, viele Muttermale oder persönliche Risikofaktoren bestehen. Das passende Kontrollintervall wird individuell nach Hauttyp, Befund und Vorgeschichte festgelegt.
Was kostet ein Hautkrebsscreening für Selbstzahler?
In unserer Praxis kostet das Hautkrebsscreening als Selbstzahlerleistung 150 €. Privatversicherte rechnen die Untersuchung nach GOÄ ab; private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in der Regel je nach Tarif.
Muss ich mich beim Hautkrebsscreening komplett ausziehen?
Untersucht wird die gesamte Hautoberfläche, daher entkleiden Sie sich bis auf die Unterwäsche; auch Kopfhaut, Nägel und Fußsohlen werden angesehen. Die Untersuchung erfolgt selbstverständlich diskret und in geschütztem Rahmen.
Tut die Untersuchung weh oder gibt es Risiken?
Nein. Das Screening ist eine reine Blickdiagnostik, ergänzt durch das Dermatoskop. Es ist schmerzfrei, strahlungsfrei und ohne Eingriff. Erst wenn ein Befund abklärungsbedürftig ist, wird über weitere Schritte gesprochen.
Wie oft sollte ich zum Hautkrebsscreening gehen?
Das sinnvolle Intervall hängt vom individuellen Risiko ab. Bei vielen Muttermalen, heller Haut, familiärer Vorbelastung oder auffälligen Befunden können kürzere Abstände empfehlenswert sein. Bei unauffälligem Befund wird der nächste Kontrolltermin individuell besprochen.
Was passiert, wenn beim Screening etwas Auffälliges gefunden wird?
Auffällige Male werden zunächst dermatoskopisch beurteilt und können mit dem KI-gestützten FotoFinder-System dokumentiert werden. Je nach Einschätzung folgt eine Verlaufskontrolle oder die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, die im Labor untersucht wird. Das Ergebnis und alle weiteren Schritte werden ausführlich mit Ihnen besprochen.

Sie möchten ein Hautkrebsscreening planen? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

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Hautkrebsscreening in unserer Praxis in Berlin
In der Hautarztpraxis von Dr. med. Alena Bergmann an der Tauentzienstraße (am KaDeWe, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf) gehört die Hautkrebsfrüherkennung zu den Schwerpunkten der dermatologischen Sprechstunde. Das Hautkrebsscreening wird in unserer Praxis ausschließlich als Selbstzahlerleistung angeboten und mit einem KI-gestützten FotoFinder-System durchgeführt. Privatversicherte rechnen die Untersuchung nach GOÄ ab; die Erstattung erfolgt in der Regel je nach Tarif der privaten Krankenversicherung. Auffällige Befunde werden direkt vor Ort beurteilt und das weitere Vorgehen gemeinsam besprochen. Termine lassen sich telefonisch oder online über Doctolib vereinbaren.
Über die Fachärztin
Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie mit über 20 Jahren dermatologischer Erfahrung. Nach ihrer Ausbildung an der Universitätsklinik Samara und der Charité – Universitätsmedizin Berlin führt sie ihre Hautarztpraxis am KaDeWe in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Hautkrebsfrüherkennung, die Behandlung chronischer Hauterkrankungen sowie Lasermedizin und ästhetische Dermatologie.
Für eine Einschätzung Ihrer individuellen Situation ist ein persönliches Gespräch sinnvoll. Wenn Sie Ihr nächstes Hautkrebsscreening planen oder eine Hautveränderung beurteilen lassen möchten, können Sie einen Termin in unserer Praxis in Berlin telefonisch unter 030 44714860 oder online über Doctolib vereinbaren.
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte Ärztin oder einen qualifizierten Arzt.