Dermatologie

Hautkrebsscreening in Berlin

Die ganze Haut in einem Termin – und jedes auffällige Mal unter dem Auflichtmikroskop.

Bei der Hautkrebsvorsorge sehen wir uns Ihre gesamte Haut an – auch die Stellen, die Sie selbst kaum im Blick haben: Kopfhaut, Rücken, Fußsohlen. Auffällige Male untersuchen wir mit dem Auflichtmikroskop und halten sie bei Bedarf im Bild fest, damit sich Veränderungen beim nächsten Termin im direkten Vergleich zeigen. Was die Untersuchung kostet und was Ihre Kasse übernimmt, klären wir vorher.

Was kostet das Screening?
  • Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
  • Tauentzienstraße 2, direkt gegenüber vom KaDeWe
  • Beratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Hautkrebsscreening auf einen Blick

Das Hautkrebsscreening – auch Hautkrebsvorsorge oder Hautscreening genannt – ist eine Untersuchung der gesamten Haut auf schwarzen Hautkrebs (Melanom) und hellen Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom). In der Hautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann in Berlin beurteilen wir auffällige Male zusätzlich mit dem Auflichtmikroskop und vergleichen sie bei Bedarf anhand digitaler Aufnahmen. Das Ergebnis besprechen wir direkt im Anschluss.

  • Daueretwa 15–30 Minuten
  • Kosten150 € (Selbstzahlerleistung)
  • Ergebnisdirekt im Anschluss besprochen
  • Nächste Kontrollenach Ihrem persönlichen Risiko

Vorsorge, Kontrolle oder Abklärung – was passt zu Ihrer Situation?

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von Ihrem Hauttyp, Ihren Malen und Ihrer Vorgeschichte ab – und davon, ob sich gerade etwas verändert hat.

  • Keine Beschwerden, überschaubar viele unauffällige Male, kein Hautkrebs in der Familie

    Hautkrebsscreening. Ein festes Intervall sieht die Leitlinie für Sie nicht vor; den Abstand zur nächsten Untersuchung legen wir nach dem Befund gemeinsam fest.

  • Viele oder unregelmäßig geformte Male, heller Hauttyp, häufige Sonnenbrände oder Solarium

    Regelmäßige Kontrollen, bei kontrollbedürftigen Malen mit digitalem Bildvergleich.

  • Melanom bei Ihnen selbst oder bei Eltern, Geschwistern oder Kindern; früherer heller Hautkrebs

    Kontrollen nach einem individuell vereinbarten Plan.

  • Organtransplantation, Medikamente, die das Immunsystem dämpfen, oder langjährige Arbeit im Freien

    Engmaschige Kontrollen, besonders mit Blick auf hellen Hautkrebs und seine Vorstufen (aktinische Keratosen).

  • Ein Mal ist neu, verändert sich, juckt, blutet oder heilt nicht ab

    Keine Vorsorge, sondern Abklärung – bitte zeitnah, unabhängig vom letzten Screening. Wann ein Muttermal entfernt werden sollte

  • Screening vor Kurzem unauffällig, seitdem nichts Neues bemerkt

    In der Regel kein vorgezogener Termin nötig. Bis zur nächsten Kontrolle genügt Ihr eigener Blick auf die Haut.

Ob für Sie ein kürzerer Abstand sinnvoll ist, sagen wir Ihnen nach der Untersuchung – auch dann, wenn die Antwort lautet: nicht nötig.

Hautärztin betrachtet den Rücken mit zahlreichen Malen durch eine Lupe

Wie läuft das Hautkrebsscreening ab – und wie lange dauert es?

Rechnen Sie mit etwa 15 bis 30 Minuten; bei sehr vielen Malen dauert die Untersuchung etwas länger.

  1. Termin buchen

    Online über Doctolib oder telefonisch unter 030 44714860 – eine Überweisung brauchen Sie nicht. Hat sich ein Mal verändert, erwähnen Sie das bei der Buchung.

  2. Gespräch

    Wir fragen nach Hauttyp, Sonnenbränden und Solarium, Hautkrebs in der Familie und Ihren Medikamenten – und nach Stellen, die Ihnen selbst aufgefallen sind.

  3. Ganzkörperuntersuchung

    Sie machen sich bis auf die Unterwäsche frei. Untersucht wird die gesamte Haut – auch Kopfhaut, Ohren, Mundschleimhaut, Nägel, Zehenzwischenräume, Fußsohlen und die Intimregion, diskret und in geschütztem Rahmen.

  4. Auflichtmikroskop

    Auffällige Male sehen wir uns in starker Vergrößerung an. Male, die wir beobachten wollen, fotografieren wir für den späteren Vergleich.

  5. Befundgespräch

    Sie erfahren direkt, ob alles unauffällig ist oder ein Mal kontrolliert oder abgeklärt werden sollte – und wann die nächste Untersuchung sinnvoll ist.

So bereiten Sie sich vor

  • Nagellack an Fingern und Zehen entfernen – auch unter den Nägeln kann Hautkrebs entstehen.
  • Kein Make-up und keinen Selbstbräuner auftragen.
  • Haare offen tragen, damit die Kopfhaut sichtbar ist.
  • Notieren, welche Stelle Ihnen aufgefallen ist und seit wann – Fotos vom Verlauf helfen beim Vergleich.
  • Medikamentenliste und frühere Hautbefunde mitbringen, etwa Laborbefunde entfernter Male.
Dunkles Muttermal am Oberarm in Nahaufnahme vor hellem Hintergrund
Untersuchung eines Muttermals am Rücken mit dem Auflichtmikroskop

Was zeigt das Auflichtmikroskop – und wozu speichern wir Bilder?

Das Auflichtmikroskop, auch Dermatoskop genannt, vergrößert ein Mal und macht Strukturen unter der Hautoberfläche sichtbar: Pigmentnetz, Gefäße, Farbverteilung. So lässt sich ein Verdacht oft schon während der Untersuchung entkräften, ohne dass etwas entfernt werden muss.

Manche Male sind weder eindeutig harmlos noch eindeutig verdächtig. Diese nehmen wir mit dem FotoFinder-System auf – digitale Auflichtmikroskopie, oft auch Videodermatoskopie genannt – und vergleichen sie beim Kontrolltermin mit der ersten Aufnahme. Bleibt das Mal unverändert, kann es bleiben. Verändert es sich, raten wir in der Regel zur Entfernung mit Untersuchung im Labor. Diesen Bildvergleich im Verlauf beschreibt auch die S3-Leitlinie zur Hautkrebsprävention als Weg, Veränderungen früh zu erkennen.

Das FotoFinder-System kann Aufnahmen zusätzlich mit KI auswerten. Wir nutzen das als ergänzenden Hinweis, nicht als Diagnose.

Was kostet das Hautkrebsscreening – und was zahlt die Kasse?

In unserer Praxis ist die Hautkrebsvorsorge eine Selbstzahlerleistung. Sie kostet 150 € und umfasst das Gespräch, die Untersuchung der gesamten Haut und die Beurteilung auffälliger Male mit dem Auflichtmikroskop. Privat Versicherte rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab; erstattet wird je nach Tarif.

Den Betrag kennen Sie also vorher, nicht hinterher. Was eine Muttermalentfernung kostet

  • Hautkrebsvorsorge

    150 €
  • Gesetzlich versichert

    Ab 35 Jahren besteht alle zwei Jahre Anspruch auf das Hautkrebsscreening der Krankenkassen. Bei uns wird die Vorsorge unabhängig davon als Selbstzahlerleistung durchgeführt – mit Auflichtmikroskopie und, wo es sinnvoll ist, digitaler Dokumentation.

  • Ein Mal hat sich verändert

    Dann geht es nicht um Vorsorge, sondern um die Abklärung einer Hautveränderung. Wie diese abgerechnet wird, besprechen wir vor der Untersuchung.

  • Etwas muss entfernt werden

    Eingriff und Untersuchung des Gewebes im Labor werden gesondert abgerechnet.

Was kann ein Hautkrebsscreening – und was nicht?

Ziel der Früherkennung ist, Hautkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken, in dem er sich meist schonender behandeln lässt. Zur ehrlichen Einordnung gehören drei Punkte:

Es ist eine Momentaufnahme

Hautkrebs kann auch zwischen zwei Untersuchungen entstehen. Deshalb zählt Ihr eigener Blick auf die Haut – die ABCDE-Regel gibt dafür eine gute Orientierung.

Nicht jeder Verdacht bestätigt sich

Viele Male, die zur Abklärung entfernt werden, erweisen sich im Labor als harmlos. Wir entfernen deshalb nur, was sich mit Auflichtmikroskop und Verlaufskontrolle nicht klären lässt.

Sie entscheiden

Die Teilnahme ist freiwillig. Nutzen und Grenzen besprechen wir gern, bevor Sie sich entscheiden.

Vorbeugen lässt sich vor allem durch UV-Schutz: Schatten, Kleidung, Sonnencreme – und kein Solarium.

Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie

Ihre Hautärztin: Dr. med. Alena Bergmann

Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Sie wurde an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin weitergebildet und promoviert. Seit 2022 führt sie ihre eigene Praxis in der Tauentzienstraße, direkt gegenüber vom KaDeWe; die Früherkennung von Hautkrebs gehört zu ihren Schwerpunkten.

  • Facharztprüfung Dermatologie2013
  • PromotionCharité – Universitätsmedizin Berlin
  • MitgliedschaftenBVDD, Berliner Dermatologische Gesellschaft

Medizinisch verantwortlich: Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
Letzte Aktualisierung: September 2026

Häufige Fragen zum Hautkrebsscreening

Was kostet ein Hautkrebsscreening?
In unserer Praxis ist die Hautkrebsvorsorge eine Selbstzahlerleistung und kostet 150 €. Darin enthalten sind das Gespräch, die Untersuchung der gesamten Haut und die Beurteilung auffälliger Male mit dem Auflichtmikroskop. Privat Versicherte rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab; erstattet wird je nach Tarif. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf das Hautkrebsscreening der Krankenkassen – bei uns wird die Vorsorge unabhängig davon als Selbstzahlerleistung durchgeführt. Muss etwas entfernt werden, werden Eingriff und Laboruntersuchung gesondert abgerechnet.
Wie lange dauert ein Hautkrebsscreening?
Etwa 15–30 Minuten. Darin enthalten sind das Gespräch zur Vorgeschichte, die Untersuchung der gesamten Haut und die Beurteilung auffälliger Male mit dem Auflichtmikroskop. Das Ergebnis besprechen wir direkt im Anschluss, sodass Sie nicht auf einen zweiten Termin warten müssen.
Ab wann ist ein Hautkrebsscreening sinnvoll?
Der Anspruch auf das Kassen-Screening beginnt mit 35 Jahren. Medizinisch hängt der sinnvolle Beginn vom persönlichen Risiko ab: Wer viele oder unregelmäßige Male, einen hellen Hauttyp mit vielen Sonnenbränden oder Melanome in der Familie hat, kann früher beginnen. Ein Mal, das sich verändert, ist in jedem Alter ein Grund für einen Termin.
Wie oft sollte man zum Hautkrebsscreening gehen?
Für Menschen ohne erhöhtes Risiko nennt die S3-Leitlinie kein festes Intervall; der Anspruch gegenüber den Krankenkassen besteht ab 35 alle zwei Jahre, bei uns ist die Vorsorge eine Selbstzahlerleistung. Bei erhöhtem Risiko legen wir einen individuellen Abstand fest, bei kontrollbedürftigen Malen zusätzlich kürzere Kontrolltermine mit Bildvergleich.
Muss ich mich beim Hautkrebsscreening komplett ausziehen?
Sie machen sich bis auf die Unterwäsche frei, denn Hautkrebs entsteht auch an Stellen, die selten Sonne abbekommen – dazu gehören Kopfhaut, Nägel, Fußsohlen und die Intimregion. Untersucht wird diskret und in geschütztem Rahmen. Möchten Sie eine Körperstelle auslassen, sagen Sie es uns; wir vermerken das im Befund.
Tut ein Hautkrebsscreening weh?
Nein. Das Screening ist eine genaue Betrachtung der Haut, das Auflichtmikroskop wird nur kurz aufgesetzt. Spürbar ist höchstens der Einstich der örtlichen Betäubung, falls eine Gewebeprobe nötig wird.
Was passiert, wenn beim Screening etwas Auffälliges gefunden wird?
Meist geht es auf einem von zwei Wegen weiter: Ein unklares Mal wird fotografiert und nach einigen Monaten erneut verglichen. Ein verdächtiges Mal wird unter örtlicher Betäubung entfernt und im Labor untersucht; der Befund liegt in der Regel nach wenigen Tagen bis etwa zwei Wochen vor. Das Ergebnis besprechen wir mit Ihnen – auch wenn es unauffällig ist.
Kann ich auch nur ein einzelnes Muttermal kontrollieren lassen?
Ja. Ein einzelnes auffälliges Mal ist Anlass für eine gezielte Muttermalkontrolle, unabhängig vom Screening. Oft ist es sinnvoll, die übrige Haut dabei mit anzusehen – ob Sie das möchten, entscheiden Sie im Termin.
Kann eine KI Hautkrebs erkennen?
KI-Programme können Aufnahmen von Muttermalen auswerten und auf Auffälligkeiten hinweisen, eine Diagnose stellen sie nicht. Die Beurteilung trifft die Ärztin, Gewissheit bringt erst die Untersuchung des Gewebes im Labor. Die S3-Leitlinie zur Hautkrebsprävention bewertet computergestützte Verfahren bislang zurückhaltend.
Brauche ich einen Ganzkörper-Scan (Body-Mapping)?
Nicht zwingend. Bei einer Ganzkörperfotografie wird die gesamte Haut in vielen Einzelbildern festgehalten; ihren Nutzen bewertet die S3-Leitlinie auch für Menschen mit erhöhtem Risiko noch als offen. Für kontrollbedürftige Male ist der gezielte Bildvergleich mit dem Auflichtmikroskop der etablierte Weg – was zu Ihnen passt, besprechen wir nach der Untersuchung.

Hautkrebsscreening in Berlin vereinbaren

Buchen Sie Ihren Termin online oder rufen Sie uns an. Fragen zu Ablauf oder Kosten beantworten wir vorab gern per E-Mail.

Tauentzienstraße 210789 Berlin

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

  • AdresseHautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann
    Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin – direkt gegenüber vom KaDeWe
    Route in Google Maps
  • AnfahrtU-Bahnhof Wittenbergplatz (U1, U2, U3) in wenigen Gehminuten, Busse M19, M29 und M46; kurze Wege aus Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg
  • SprachenBeratung auf Deutsch, Englisch und Russisch

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Krebsfrüherkennungs-Richtlinie, Abschnitt Früherkennung von Hautkrebs. Kassenärztliche Vereinigung Berlin: Hautkrebs-Screening (EBM 01745). Leitlinienprogramm Onkologie (DKG, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“, Version 2.1, 2021, AWMF-Registernummer 032/052OL.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob und in welchem Abstand eine Untersuchung für Sie sinnvoll ist, wird individuell im persönlichen Gespräch beurteilt.