Dermatologie

Neurodermitis in Berlin

Schübe behandeln, Auslöser finden, die Zeit dazwischen ruhig halten.

Neurodermitis – medizinisch atopische Dermatitis – verläuft chronisch und in Schüben: trockene, entzündete Haut und ein Juckreiz, der oft nachts am schlimmsten ist. Behandelt wird deshalb nicht nur der akute Schub, sondern auch die beschwerdefreie Zeit. Wenn Cremes nicht mehr reichen, gibt es seit einigen Jahren moderne Systemtherapien. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom Schweregrad ab – und davon, was bei Ihnen Schübe auslöst.

Wie wird behandelt?
  • Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
  • Hautbefund und Allergiediagnostik in einer Praxis
  • Tauentzienstraße 2, direkt gegenüber vom KaDeWe

Neurodermitis auf einen Blick

Bei Neurodermitis kommen zwei Dinge zusammen: eine gestörte Hautbarriere, durch die Feuchtigkeit verloren geht und Reizstoffe eindringen, und eine überschießende Entzündungsreaktion. Daraus entsteht der Kreislauf aus Trockenheit, Juckreiz, Kratzen und neuer Entzündung. Heilbar ist die Erkrankung nicht – gut kontrollierbar in den meisten Fällen schon.

  • BefundHautuntersuchung, Verlauf und Auslöser im Gespräch
  • AllergieTests, wenn der Verdacht besteht – nicht routinemäßig
  • TherapieStufenplan, angepasst an Schweregrad und Verlauf

Womit Patientinnen und Patienten zu uns kommen

Ihre SituationWas sinnvoll ist
Ihre SituationTrockene, juckende Haut in Ellenbeugen und Kniekehlen, die immer wiederkommtWas sinnvoll istBasistherapie konsequent, im Schub zusätzlich entzündungshemmend – und ein Plan für danach.
Ihre SituationGesicht, Augenlider oder Hals betroffenWas sinnvoll istDünne Haut braucht andere Wirkstoffe als der Körper; hier setzen wir Kortison nur kurz ein. Mehr dazu
Ihre SituationHände sind betroffen, oft berufsbedingt durch Nässe, Handschuhe oder ReinigungsmittelWas sinnvoll istHandekzeme brauchen zusätzlich Hautschutz im Alltag und manchmal eine berufsdermatologische Einschätzung.
Ihre SituationDer Juckreiz raubt Ihnen den SchlafWas sinnvoll istEin Grund, die Therapie zu intensivieren – nicht durchzuhalten.
Ihre SituationTrotz Cremes keine Ruhe, häufige oder ausgedehnte SchübeWas sinnvoll istZeit, über eine Systemtherapie zu sprechen.
Ihre SituationVerdacht, dass Allergien Schübe auslösenWas sinnvoll istGezielte Diagnostik, wenn Anamnese und Befund dafür sprechen. Allergietest
Ihre SituationKind mit NeurodermitisWas sinnvoll istBehandlung und Pflege besprechen wir mit den Eltern; vieles entscheidet die Routine zu Hause.
Ihre SituationPlötzlich nässende, gelblich verkrustete Stellen, FieberWas sinnvoll istDas kann eine Infektion auf der vorgeschädigten Haut sein – bitte zeitnah vorstellen.

Wie wird Neurodermitis behandelt?

Die Behandlung folgt einem Stufenplan, wie ihn auch die S3-Leitlinie der Fachgesellschaften vorsieht. Welche Stufe passt, hängt vom Schweregrad ab – und die kann sich über die Zeit ändern, in beide Richtungen.

Stufe 1 – Basistherapie

Rückfettende Pflege, täglich und auch in beschwerdefreien Zeiten. Das klingt unspektakulär und ist der wichtigste Teil: Eine gepflegte Barriere entzündet sich seltener. Welche Grundlage passt – Lotion, Creme oder Fettsalbe – hängt von Hautzustand und Jahreszeit ab.

Stufe 2 – entzündungshemmende Therapie im Schub

Kortisonhaltige Präparate wirken schnell und werden zeitlich begrenzt eingesetzt. Für Gesicht, Hals und Augenlider kommen Calcineurin-Hemmer infrage, die die Haut nicht dünner machen. Sind die Stellen abgeheilt, kann eine proaktive Anwendung an zwei Tagen pro Woche helfen, den nächsten Schub hinauszuzögern.

Stufe 3 – UV-Therapie

Bei bestimmten Verläufen eine Option; sie wird in Einrichtungen mit entsprechender Ausstattung durchgeführt.

Stufe 4 – Systemtherapie

Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis, die äußerlich nicht zu kontrollieren ist, stehen heute Biologika und JAK-Hemmer zur Verfügung. Sie greifen gezielt in die Entzündungsreaktion ein und haben die Behandlung der letzten Jahre deutlich verändert. Ob eine solche Therapie für Sie infrage kommt, welche Voruntersuchungen nötig sind und wie es mit der Kostenübernahme aussieht, besprechen wir im Einzelfall.

Was nicht in den Plan gehört: dauerhaft Kortison ohne Kontrolle, Diäten ohne nachgewiesene Allergie und Präparate, die ohne Befund „die Ursache beseitigen“ sollen.

Kortison: richtig eingesetzt, nicht dauerhaft

Die Sorge vor Kortison ist der häufigste Grund, warum eine Neurodermitis unterbehandelt bleibt. Dabei ist die Rechnung oft umgekehrt: Wer im Schub zu zögerlich und zu kurz behandelt, kratzt länger, entzündet mehr Haut – und braucht am Ende mehr Präparat als jemand, der früh und ausreichend behandelt.

Wichtig ist die Anwendung: die richtige Stärke für die richtige Körperregion, ausreichend lange, danach kontrolliert reduzieren. Für dünne Haut wie an Lidern und Hals gibt es Alternativen. Wenn Sie unsicher sind, wie viel Sie auftragen sollen, zeigen wir es Ihnen im Termin – schriftliche Pläne helfen mehr als gut gemeinte Ratschläge.

Basispflege bei Neurodermitis – Behandlung in Berlin

Auslöser finden – und was Allergien damit zu tun haben

Neurodermitis ist keine Allergie, aber beides tritt oft gemeinsam auf. Bei manchen Menschen verschlechtern Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare die Haut; bei anderen sind es Wolle, Schwitzen, Stress oder trockene Heizungsluft.

Wann eine Allergietestung sinnvoll ist

wenn Anamnese und Verlauf einen Zusammenhang nahelegen – etwa saisonale Verschlechterung, Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln oder ein Ekzem an Kontaktstellen. Dann testen wir gezielt. Pricktest · Epikutantest · Allergie-Bluttest

Wann sie es nicht ist

als Rundumtest ohne Verdacht. Positive Testergebnisse ohne passende Beschwerden führen zu unnötigem Verzicht – besonders bei Kindern ist das ein echtes Problem.

Ernährung

Eine Diät bessert die Haut nur, wenn tatsächlich eine Allergie vorliegt. Pauschale Verzichtslisten aus dem Internet verschlechtern eher die Versorgung als die Haut.

Was im Alltag hilft

  • Nach dem Duschen die noch leicht feuchte Haut eincremen – lauwarm statt heiß, kurz statt lang.
  • Waschmittel sparsam dosieren, Weichspüler weglassen, neue Kleidung vor dem ersten Tragen waschen.
  • Baumwolle und weiche Stoffe direkt auf der Haut; Wolle reizt viele.
  • Fingernägel kurz halten – gerade bei Kindern reduziert das die Schäden durch nächtliches Kratzen.
  • Im Winter Raumluft befeuchten, im Sommer Schweiß zügig abduschen und nachcremen.
  • Bei Juckreizattacken Kühlen statt Kratzen: kühle Umschläge oder gekühlte Pflege lindern oft sofort.

So läuft der Termin ab

  1. Gespräch

    Seit wann bestehen die Beschwerden, wie oft kommen Schübe, was haben Sie bisher angewendet, wie stark ist der Juckreiz, wie ist der Schlaf? Auch Allergien, Asthma und Heuschnupfen in der Familie sind wichtig.

  2. Untersuchung

    Wir sehen uns die betroffenen Stellen und die übrige Haut an und schätzen den Schweregrad ein – auch, um den Verlauf später vergleichen zu können.

  3. Diagnostik, falls nötig

    Allergietests bei begründetem Verdacht, ein Abstrich bei Verdacht auf eine Infektion, Blutwerte vor einer Systemtherapie.

  4. Therapieplan

    Sie bekommen einen schriftlichen Plan: was Sie täglich anwenden, was im Schub, wie lange, und wann wir uns wiedersehen.

Beratung zur Neurodermitis-Behandlung in der Hautarztpraxis am KaDeWe
Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie

Ihre Hautärztin: Dr. med. Alena Bergmann

Dr. med. Alena Bergmann ist Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Sie wurde an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin weitergebildet und promoviert und führt seit 2022 ihre eigene Praxis in der Tauentzienstraße, direkt gegenüber vom KaDeWe. Bei Neurodermitis zahlt sich diese Kombination aus: Hautbefund und Allergiediagnostik laufen in einer Praxis zusammen.

  • Facharztprüfung Dermatologie2013
  • PromotionCharité – Universitätsmedizin Berlin
  • MitgliedschaftenBVDD, Berliner Dermatologische Gesellschaft

Medizinisch verantwortlich: Dr. med. Alena Bergmann, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie
Letzte Aktualisierung: September 2026

Häufige Fragen zu Neurodermitis

Ist Neurodermitis heilbar?
Nein, aber in den meisten Fällen gut kontrollierbar. Ziel ist eine Haut, die im Alltag nicht stört: wenig Juckreiz, seltene Schübe, erholsamer Schlaf. Bei vielen Kindern bessert sich die Erkrankung im Lauf der Jahre deutlich.
Macht Kortison die Haut dünn?
Bei zu langer und unkontrollierter Anwendung auf dünner Haut kann das passieren. Deshalb wird nach Region, Stärke und Dauer dosiert – und für Gesicht, Hals und Lider gibt es Alternativen. Das größere Risiko ist in der Praxis die Unterbehandlung.
Was ist eine Systemtherapie und wann kommt sie infrage?
Wenn eine mittelschwere bis schwere Neurodermitis mit äußerlicher Behandlung nicht ausreichend kontrolliert wird. Heute stehen Biologika und JAK-Hemmer zur Verfügung. Welche Voruntersuchungen nötig sind und wie die Kostenübernahme geregelt ist, klären wir vorab.
Muss ich auf bestimmte Lebensmittel verzichten?
Nur bei nachgewiesener Allergie mit passenden Beschwerden. Verzicht ohne Befund bringt der Haut nichts und kann besonders bei Kindern schaden.
Warum juckt es nachts am meisten?
Abends steigt die Hauttemperatur, die Ablenkung fehlt, und die körpereigene Entzündungsregulation ändert sich im Tagesverlauf. Kühle Räume, leichte Kleidung und eine abendliche Pflegeroutine helfen oft – wenn nicht, ist das ein Grund, die Therapie anzupassen.
Wie oft sollte ich eincremen?
Täglich, auch wenn die Haut gerade ruhig ist. Nach dem Duschen wirkt es am besten. Die Menge ist meist höher, als viele denken.
Behandeln Sie auch Kinder mit Neurodermitis?
Ja. Bei Kindern geht es besonders um alltagstaugliche Routinen und um eine realistische Menge Pflege – gemeinsam mit den Eltern besprochen.
Zahlt die Krankenkasse die Behandlung?
Neurodermitis ist eine Erkrankung, ihre Behandlung eine ärztliche Leistung. Bei Basispflege und einzelnen Leistungen gibt es Unterschiede in der Erstattung – was in Ihrem Fall gilt, sagen wir Ihnen im Termin.

Termin bei Neurodermitis in Berlin

Buchen Sie online oder rufen Sie an. Bringen Sie mit, was Sie bisher angewendet haben – auch Reste von Cremes und Salben helfen bei der Einschätzung.

Telefon: 030 44714860 Hautarztpraxis Dr. med. Alena Bergmann Tauentzienstraße 2, 10789 Berlin – direkt gegenüber vom KaDeWe U-Bahnhof Wittenbergplatz (U1, U2, U3) in wenigen Gehminuten, Busse M19, M29 und M46 Beratung auf Deutsch, Englisch und Russisch Route in Google Maps

Deutsche Dermatologische Gesellschaft u. a.: S3-Leitlinie „Atopische Dermatitis“, AWMF-Registernummer 013-027, Version mit Teilaktualisierung 2025, gültig bis 2028.

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Welche Therapie für Sie oder Ihr Kind geeignet ist, wird individuell nach einer Untersuchung beurteilt.

Tauentzienstraße 210789 Berlin

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.