Diagnostik & Allergieanamnese

Die allergologische Diagnostik ist auf die Erkennung der allergischen Krankheiten und Ausschluss von Krankheiten anderer Ätiologie gerichtet. Am Beginn der Diagnostik steht immer eine ausführliche Anamnese.

Wichtige Informationen in der Anamnese:

  • Atopische Krankheiten & Beschwerden (Zeitpunkt, Ursachen).
  • Abhängigkeit von Ort (Wohnung, Arbeit) und Zeit (Jahreszeit).
  • Nebenkrankheiten (Atemwege, Herz-Kreislauf) & Operationen.
  • Häusliche Umgebung (Haustiere, Pflanzen, Feuchtigkeit).
  • Medikamente (besonders Schmerzmittel) & Familienanamnese.
Arztgespräch Anamnese

Haut- und Bluttests

Der nächste Schritt ist ein Hauttest. Wir nutzen kommerzielle Testlösungen oder den "Prick-zu-Prick"-Test für Lebensmittel.

Wichtiger Hinweis! Der Test soll nur auf gesunder Haut durchgeführt werden! Keine akuten Hautveränderungen und keine Einnahme von Antihistaminika (mind. 7 Tage Pause).

1. Soforttypallergie (Typ I):
Durchgeführt als Pricktest, seltener Intrakutan- oder Reibtest. Ergebnisse zeigen sich innerhalb von Minuten bis 2 Stunden.

2. Kontakt- oder Spättypallergie (Typ IV):
Durchgeführt als Epikutantest. Ergebnisse gewöhnlich nach 1–2 Tagen.

Allergie Pricktest

Allergie-Bluttests & IgE Bestimmung

Unabhängig von Hauttests kann die Diagnostik durch eine Blutuntersuchung erweitert werden.


Gesamt-IgE
Bei Soforttypallergien (z.B. Heuschnupfen) produziert das Immunsystem oft große Mengen IgE. Ein Wert über 100 KU/L gilt als erhöht.
Spezifische IgE-Antikörper
Diese Antikörper sind gegen ein bestimmtes Allergen gerichtet, sodass eine Sensibilisierung gezielt nachgewiesen werden kann.
Nach oben scrollen