Diagnostik

Allergieanamnese

Die allergologische Diagnostik ist auf die Erkennung der allergischen Krankheiten und Ausschluss von Krankheiten anderer Ätiologie gerichtet. Am Beginn  der allergologischen Diagnostik soll immer eine ausführliche Anamnese erhoben werden, die durch Labortests bestätigt wird.

In der Anamnese sollen beim   Patient folgende Informationen erhoben werden:

  • über die mit dem atopischen Formenkreis verbundenen Krankheiten;
  • über Beschwerden, Zeit ihrer ersten Erscheinung und Ursachen, die zu den Symptomen führten;
  • über die Abhängigkeit der Beschwerden von Ort (Wohnung, Arbeitsplatz, Freiluft) und Zeit (Tag, Jahreszeit;
  • über Nebenkrankheiten, besonders auf dem Gebiet des Atemwegs- und Herzkreislaufsystem
  • über vorherige Operationen.

Wenn es den Verdacht gibt, dass die Ursache in der häuslichen Umgebung liegt, müssen sowohl Fragen zu Haustieren, Feuchtigkeit in der Wohnung, Teppiche und Zimmerpflanzen, als auch über den Schlafzustand des Patienten gestellt werden. Eine genaue berufliche Anamnese ist im Falle von  Beschwerden am Arbeitsplatz nötig. Sie sollen auch den Patienten über seine Hobbys befragen.

Die ausführliche Anamnese zu benutzten Medikamenten ist für die Diagnostik der Arzneimittelallergie, besonders wichtig sind Fragen zur Verträglichkeit von Schmerzmitteln. Es sollte erfragt werden, ob es bereits zu anaphylaktischen Reaktionen auf Arzneimittel, bei einer Immuntherapie oder auch Lebensmitteln gekommen ist.

Die Familienanamnese erfragt, ob bei Eltern, Geschwistern oder Großeltern  Allergien (Atopische Dermatitis, Heuschnupfen, Asthma u.a.) bekannt sind. Falls ja, so ist das Risiko des Patienten, auch eine Allergie zu entwickeln, deutlich höher.

Haut- und Bluttests

Der nächste Schritt nach der Anamneseerhebung ist ein Hauttest. Wichtiger Hinweis! Der Test soll nur auf gesunder Haut durchgeführt werden! Es gibt zwei Gruppen von Hauttesten:

* Diagnostik der Soforttypallergie (Typ I). Sie wird gewöhnlich durch den Pricktest gemacht, seltener –  intrakutan oder durch einen Reibtest. Die Symptome zeigen sich schnell – innerhalb von einigen Minuten bis zu zwei Stunden.

* Der Epikutantest erfolgt zur Diagnostik einer  Kontaktallergie oder Spättypallergie (Typ IV). Die Ergebnisse zeigen sich  gewöhnlich in 1-2 Tagen.

Hautteste

Für Hauttests werden kommerzielle  Testlösungen benutzt, die ihre Wirksamkeit in der Diagnostik bewiesen haben. Einige Stoffe, z.B. Lebensmittel oder Kosmetika, kann man auch direkt durch den sog. Prick-zu-Prick Test prüfen.

Die Hauttests werden nicht durchgeführt:

  • bei akuten Hautveränderungen
  • bei der Einnahme von Medikamenten gegen Allergien, besonders Antihistaminika. Bei der Benutzung eines Anti-Histaminikum sollten in der Regel 7 Tage vergehen, bevor man einen Hauttest durchführen kann.

Allergie-Bluttests

Unabhängig von Hauttests kann die Allergiediagnostik auch zusätzlich durch eine Blutuntersuchung erweitert und vervollkommnet werden oder den Hauttest ersetzen, falls er nicht durchführbar ist.

Bestimmung des Gesamt-IgE und allergenspezifischer IgE-Antikörper im Blut

Bei einer Soforttypallergie (Typ I), wie z.B. einem Heuschnupfen oder allergischen Asthma produziert das Immunsystem häufig eine größere Menge an Immunglobulin E (IgE); der Wert liegt dann über 100 KU/L (oberer Normwert) und es können auch die allergenspezifischen IgE-Antikörper (sIgE) gemessen werden. . Ein allergenspezifischer IgE- Antikörper ist immer nur gegen ein bestimmtes Allergen gerichtet, sodass eine Sensibilisierung gezielt nachgewiesen werden kann.

Sprechzeiten
Mo 09.00 – 15.00 Uhr
Di 09.00 – 15.00 Uhr
Mi Nach Vereinbarung
Do 09.00 – 13.00 Uhr
15.00 – 18.00 Uhr
Fr 09.00 – 13.00 Uhr
Sa geschlossen
So geschlossen

Hautarzt Bergmann, Hautarzt Alena Bergmann, Hautarzt Wilmersdorf, Hautarzt Charlottenburg, Hautarztpraxis Bergmann, Hautarzt KaDeWe